Seit 1920 rollt der Ball nahe des alten Forsthauses am Rande der Wuhlheide. Offiziell eingeweiht wurde das Stadion An der Alten Försterei im August 1920. Die damals noch flachen Traversen boten Platz für 10.000 Zuschauer und es waren – damals die Regel, heute fast schon die Ausnahme – überwiegend Stehplätze. Diese Stehplätze prägten über die Jahrzehnte nicht nur das Bild sondern vor allem die Atmosphäre im Stadion ganz entscheidend. Und sie tun es bis heute, denn dem allgemeinen Trend zur Bequemlichkeit und zur Beruhigung der Zuschauer hat sich der 1. FC Union Berlin erfolgreich widersetzt. Spätestens mit der Entscheidung, auch bei der jüngsten Modernisierung auf die innig geliebte Stehplatz-Kultur zu setzen und nur die mindestens geforderte Anzahl Sitzplätze einzurichten, wurde es in Stein gemeißelt bzw. in Beton gegossen: Das Stadion An der Alten Försterei war, ist und bleibt ein Stehplatzstadion.
Die Entscheidung, das Stadion An der Alten Försterei auf traditionelle Art und Weise zu modernisieren, war und ist der Versuch, ein ursprüngliches Fußballerlebnis in die Zukunft mitzunehmen. Die Verbindung von Fußballtradition und modernem Profifußball, geschaffen in einer bespiellosen Gemeinschaftsaktion von Fans, Mitgliedern, Sponsoren, Partnern, Mitarbeitern, Gremien – findet ihren klarsten Ausdruck in der elektrisierenden Atmosphäre eines Union-Heimspiels. Und dieser Weg ist noch längst nicht zu Ende! Die neue Haupttribüne und das Fan-Haus werden das Stadion schon bald komplettieren – der Baubeginn ist für das Jahr 2012 geplant.
Mit der neuen Haupttribüne wird der 1. FC Union Berlin die Bedingungen für seine Profimannschaft und die Gastmannschaften den heute gängigen Standards im Profifußball angleichen. Gleichermaßen verbessern sich die Gegebenheiten für Medienvertreter und wirtschaftliche Partner. Eine Vielzahl verschiedenartig nutzbarer Hospitalitybereiche sorgt zudem für deutlich verbesserte Nutzungsmöglichkeiten des Stadions durch Veranstaltungen außerhalb der Heimspiele des 1. FC Union Berlin. Die Tribüne wurde so geplant, dass sie den unverwechselbaren Charakter des Stadions An der Alten Försterei abrundet und vervollständigt. Auch nach der Errichtung dieses multifunktionalen Gebäudes ist das Stadion An der Alten Försterei ein reines Fußballstadion mit einer deutlich überwiegenden Anzahl an Stehplätzen und dicht an das Spielfeld grenzenden Rängen.
Das im Zuge der nächsten Bauphase ebenfalls entstehende Fan-Haus wird künftig das Ticketoffice und den Fan-Shop beherbergen. Darüber hinaus enthält es Räume für die Fanbetreuung des Vereins und eine Stadionkneipe. Dieses Haus wird künftig als zentrale Fan-Begegnungsstätte fungieren.