Der Fußball hat sich in den letzten Jahren rasant verändert. Neue, einander ähnelnde Arenen mit häufig wechselnden Namen haben traditionsreiche Stadien verdrängt. Fahnenschwenker, Einlaufhymnen, Klatschpappen, Tormusik - Fußball ist Entertainment, ist Show geworden. Und Fußball läuft Gefahr, beliebig und austauschbar zu werden.
Ein weiterer Trend der letzten Jahre ist die Verdrängung von Stehplätzen aus den deutschen Stadien. Die „Sommermärchen-Atmosphäre“ der WM 2006 gilt als Maßstab für angemessene Begeisterung auch im Ligaalltag. Diesen Weg gehen wir nicht mit! Unsere Fußballkultur braucht Stehplätze und die Alte Försterei bleibt ein Stehplatzstadion.
Die Entscheidung, das Stadion An der Alten Försterei auf unsere Art und Weise zu modernisieren, war und ist der Versuch, unser Fußballerlebnis in die Zukunft mitzunehmen. Die Verbindung von Fußballtradition und modernem Profifußball, geschaffen in einer bespiellosen Gemeinschaftsaktion von Unionern – Fans, Mitgliedern, Sponsoren, Partnern, Mitarbeitern, Gremien – findet ihren klarsten Ausdruck in der elektrisierenden Atmosphäre eines Union-Heimspiels. Unser Weg ist noch längst nicht zu Ende! Die neue Haupttribüne und das Fan-Haus werden das Stadion schon bald komplettieren – der Baubeginn ist für das Jahr 2012 geplant.
Parallel zur baulichen Vollendung unserer Heimat wurde in den Gremien des Vereins lange darüber nachgedacht, wie wir unser Projekt zukunftssicher machen können und unabhängiger von den Entscheidungen Einzelner. Diese Überlegungen mündeten in der alles entscheidenden Frage: Wem gehört unser Stadion? Die Antwort auf diese Frage ist die Fortschreibung unseres Stadionbaus. Ebenso wie vor uns noch niemand ein Stadion, „so“ gebaut hat, hat auch noch kein anderer Verein die Frage nach dem Eigentümer seines Stadion „so“ beantwortet:
Mit dem Kauf ihrer „Alte-Försterei-Aktie“ im Wert von 500,- € werden Sie persönlich Eigentümer der Stadionbetriebs AG. Bitte erwarten Sie keine jährliche Rendite und hoffen Sie nicht auf kurzfristige finanzielle Vorteile. Diese Aktie ist keine Geldanlage - sie ist eine Wertanlage! Sie werden Eigentümer und entscheiden künftig gemeinsam mit allen Aktionären über grundsätzliche Fragen, wie die Vergabe des Stadionnamens, weitere Kapitalerhöhungen oder den Einstieg von Investoren. Fragen, die das Selbstverständnis des 1. FC Union Berlin ganz unmittelbar betreffen. Niemand sonst wird Ihre Interessen besser vertreten als Sie selbst!